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Der Selbstversuch: Instagram

  • Die ersten Learnings

  • Alles zum Thema Hashtags

  • Welcher Content funktioniert und welcher nicht funktioniert

  • Instagram Automation

  • Fazit

Vorweg: Meinen Instagram-Account habe ich vor ungefähr zwei Jahren angelegt und bis zum Start meines Experiments mit 28 Postings mehr schlecht als recht am Leben erhalten. Dies ist natürlich viel zu wenig um wirklich Reichweite in diesem Kanal zu generieren. Getreu der Aussage Steve Jobs “You can’t connect the dots looking forward; you can only connect them looking backwards.” habe ich durch diese Posts im Nachhinein ebenfalls viel gelernt. Insbesondere, wie Instagram nicht funktioniert. Dazu später mehr.

Der Anfang

Ausgehend von meiner persönlichen Bewertung von interessanten und spannenden Accounts, habe ich mir überlegt, meinen eigenen Account von nun an unter ein Motto zu stellen. Da ich Gründer bin, wollte ich die Welt an meinem beruflichen Leben mit Insights und Entscheidungen betreffend der Firma teilhaben lassen. So war meine Bio schnell geschrieben: “Follow me on my journey building a startup called candylabs.” Dies bediente ebenfalls mein persönliches Ziel des Experiments: Reichweite in Form von Followern aufbauen. Mein erster Post im Rahmen des Experiments ließ dann nicht lange auf sich warten.

Das Ergebnis: 25 likes und ein Kommentar. Irgendwie nicht schlecht, aber das fühlte sich noch weit entfernt von tatsächlicher Reichweite an. Da ich bei meinen Followings Leute dabei habe, die das Thema Hashtags sehr überstrapazieren, wollte ich das ebenfalls nicht unversucht lassen. Ich persönlich hatte und habe allerdings eine Abneigung gegen #like4like #likeback und alle Hashtags, die einzig auf Like-Aggregation ausgerichtet sind. Stattdessen wollte ich bewusst relevante Hashtags nutzen, um meine Zielgruppe auch zu erreichen und nicht wahllos in Instagram zu wildern.

Schon besser! 76 Likes und 2 Kommentare. Was habe ich bis dato gelernt? Englisch als Sprache ist hilfreich, wenn man es nicht ausschließlich auf den deutschsprachigen Raum abgesehen hat. Dies gilt allerdings nur für meinen Testversuch und ist mit Sicherheit anders zu bewerten, wenn es beispielsweise um das Instagram-Account Handling von weltweit tätigen FMCG-Unternehmen geht. Ebenfalls zeigt sich, dass eine gewisse Anzahl an Hashtags gut funktioniert. Diese sollte nicht zu hoch, aber auch nicht gering sein.

Warum Hashtags?

Instagram ist eine sehr Hashtag getriebene Plattform. Nutzt man also keine Hashtags, so wird das eigene Posting allen eigenen Followern ausgespielt. Damit ist die absolute Reichweite auf die eigene Anzahl der Follower begrenzt (mal Themen wie Regrams und ähnliches außen vor gelassen). Hashtags sind die Inspirationsquelle eines jeden Instagram-Nutzers. Die Suche von Instagram ist komplett auf Hashtags ausgerichtet (siehe Screenshot unten) und dementsprechend können Posts durch die intelligente Verwendung von Hashtags durch zielgruppenrelevante Nutzer gefunden werden. Klare Empfehlung: Relevante Hashtags identifizieren und verwenden.

Hierbei kann man auf externe Seiten wie z.B. http://top-hashtags.com zurückgreifen oder sich der internen Funktion von Instagram bedienen – welche übrigens sehr hilfreich und gut ist. Während man einen Post formuliert und ein “#” setzt, erscheint eine Vorschlagsliste mit der Nummer an Postings für diesen Hashtag. Eine gute Indikation für Relevanz.

Die Content-Strategie

Eine meiner größten Sorgen von Anfang an war die Frage nach dem Content. Woher soll ich die ganzen Bilder nehmen, was soll ich posten, was kommt überhaupt an? Aber der Reihe nach:

Content-Generation

Es bedarf bei der aktiven Nutzung von Instagram einer gewissen Portion Extrovertiertheit. Da nur Bilder gepostet werden können, ist klar, dass man um das ein oder andere Selfie in der Regel nicht herumkommt. Da ich selbst sehr wählerisch in meiner Social-Media-Darstellung bin, war dies eine meiner größten Hürden. So war dann eines der ersten Bilder, auf dem ich zu sehen war, ein professionelles Foto von unserem Dinner mit dem Fraport Vorstandsvorsitzenden. Aller Anfang ist schwer. Generell hat es mir geholfen, mit offeneren Augen und dem Hintergedanken an meinen Instagram-Account durch das Leben zu laufen. Auch gibt es in jedem Fotoalbum das ein oder andere Foto aus der Vergangenheit, welches bestimmt gut zu verwenden ist.

Content-Kategorien

Es hat sich für mich bewährt, möglichst viel Varianz in die Postings zu bringen und etwas Nahbarkeit durch private Eindrücke zu erwecken. So poste ich nicht ausschließlich Startup-Content, sondern alles was mich in meinem Startup-Leben bewegt, mir über den Weg läuft oder ich als teilenswert erachte. So kann durchaus mal ein solches Posting mit immerhin 76 Likes entstehen.

Mein bester Post vs. mein schlechtester Post

Auf dem Weg zum Verständnis des Kanals Instagram habe ich bis heute 81 Postings abgesetzt. Darunter gibt es im Bereich Engagement sehr gut funktionierende und weniger gut funktionierende Posts. Um eine möglichst gute Lernkurve zu generieren, habe ich viele verschiedene Kategorien ausprobiert. Was davon am schlechtesten funktioniert hat:

Was habe ich aus diesem Post gelernt? Instagram ist ein visueller Kanal und der Erfolg des Postings hängt sehr stark von der Qualität des Bildes ab. Bei jedem Bild versuche ich zudem über den Text entsprechend Insights mitzugeben, habe jedoch das Gefühl, dass die Mehrheit der User nur auf Basis des Bildes “liked”, nicht jedoch auf Basis der Insights. Hinsichtlich der Qualität des Bildes eignen sich klare und einfach zu konsumierende Bilder. Ein ordentlicher Anteil Textmenge im Bild (abgesehen von Zitaten) funktionieren in der Regel nicht gut. Ebenfalls schlecht kommt erst auf den zweiten Blick zu verstehender Content an – wie hier beispielsweise der eingetretene Treteimer. Fand’ ich lustig, die Mehrheit auf Instagram scheinbar weniger. Auch habe ich hier auf eine optimierte Anzahl an Hashtags verzichtet.

Meine zwei besten Posts hingegen:

… und etwas stereotypisch, ein Selfie mit Hund. Tier-Content funktioniert scheinbar immer.

Der Faktor Zeit

Wirklich gut funktioniert Instagram nur, wenn man selbst aktiver Teil der Community ist. Das heißt nicht nur, regelmäßig Content zu posten, sondern auch mit fremdem Content zu interagieren. Das kostet wahnsinnig viel Zeit, die ich einfach nicht habe. Ich habe mich also noch einem Tool für das Thema Instagram-Automation umgesehen, um den ein oder anderen Like für bestimmte Hashtags automatisiert zu vergeben. Gefunden, getestet und als stellenweise für gut befunden habe ich Instagress. Seit April 2017 ist dieses Tool nicht mehr verfügbar. Auf dem Markt bestehen aber weiterhin Alternativen wie Archie oder Boostfy.

Die Top 3-Tipps für Instagress & Co.:

  1. Das Tool so einstellen, dass ausschließlich automatisch Likes vergeben werden, nicht jedoch Kommentare, Follows oder Unfollows. Das mündet am Ende in teilweise sehr lustige, mal unpassende oder sogar fragwürdige Aktivitäten des persönlichen Instagram-Profils.

  2. Likes auf Basis von Hashtags vergeben, nicht auf Basis von Followers of Usernames. Durch die Definition von passenden, idealerweise nischigen Hashtags, kann man die Zielgruppe ganz gut treffen. Dies läuft bei dem Setting “Followers of Usernames” anders und ich musste meine Likes oftmals manuell wieder löschen, da sie einfach unpassend und teilweise sogar peinlich waren.

  3. Mit kleinen Reichweiten testen. Bevor es in die Masse geht, sollte man sich die Zeit nehmen, die Einstellungen auf Basis von Hashtags mit geringer Reichweite zu testen und zu verstehen, was das Outcome ist.

Der Verlauf meines Profils

Was in den vier Monaten passiert ist und wie sich mein Profil entwickelt hat, könnt ihr unten in der Übersicht sehen. Ich habe den Verlauf der neuen Follower pro Woche und der absoluten Follower in Relation gesetzt. Die durchschnittliche Anzahl der Postings liegt bei 5,4 pro Woche (das Minimum bei einem Post pro Woche, das Maximum bei 9 Posts pro Woche).

160822_Instagram-Learnings-Profilverlauf

Mein persönliches Fazit

Instagram hat meine Erwartungen an Engagement sogar übertroffen. Mit verhältnismäßig wenig Aufwand pro Woche von ca. einer Stunde und etwas Bewusstsein von möglichen Motiven für Postings, kann innerhalb von vier Monaten eine signifikante Reichweite erzielt werden. Die einzige Herausforderung auf Instagram sehe ich in der mangelnden Nutzerfreundlichkeit in den Bereichen Multiple Accounts, Scheduling von Posts und dem Verfassen von Posts. Es gibt keine 3rd-Party Tools, die ein publishen von beispielsweise dem Desktop ermöglichen. So habe ich auf die Lösung von 1Keyboard zurückgegriffen, um zumindest mit der Tastatur des Laptops auf meinem mobile (schneller) tippen zu können. Ich werde meine Instagram-Aktivität weiter fortführen und versuchen die Reichweite auszubauen.

Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 25. April 2017 mit neuen Informationen aktualisiert.

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Daniel Putsche
Gründer | CEO

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